Zum Abschluss einer sehr erfolgreichen Saison gab es noch einmal ein ganz besonderes Highlight für die Bayern-Schiedsrichter:

Mit Knut Kircher, dem langjährigen FIFA- und Bundesligaschiedsrichter, konnte für die inzwischen traditionelle Fortbildungsveranstaltung zum Saisonende ein hochkarätiger Hauptreferent gewonnen werden. 

Zunächst blickte Abteilungsvorstand Gert Mauersberger kurz auf die gerade zu Ende gegangene Saison zurück.

Die Spitzenschiedsrichter, angeführt von Pantelis Gitopoulos und Philipp Eisenmann, konnten ihre Ligen durch hervorragende Leistungen bestätigen und halten. Eisenmann stieg sogar als Assistent in die Junioren-Bundesliga auf. Mauersberger bekannte stolz: “Zu Beginn dieser Saison hatten wir uns zum Ziel gesetzt, in den kommenden drei Jahren einen Kameraden auf der DFB-Liste sehen. Dass es bereits im ersten Jahr geklappt hat, zeigt, wie gut unser Team arbeitet und wie souverän und beständig Philipps Leistungen auf dem Platz sind.” Souverän agierte auch Silas Kempf laut einhelliger Meinung aller Beobachter in der Kreisliga. So steigt er nun mit nur 16 Jahren als jüngster Schiedsrichter aller Zeiten in die Bezirksliga Oberbayern auf. Mit dem ebenfalls erst 16 Jahre alten Florian Thoss sowie Julian Priebe und Christoph Thurmaier schafften drei weitere Kameraden den Aufstieg in die Kreisliga. Auch die in den unteren Klassen pfeifenden Schiedsrichter, die mit über 2.200 Spielleitungen in München und dem Umgebung einen gewaltigen Beitrag für den Breitensport leisteten, wurden vom Vorstand ausnahmslos gelobt.

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Dann kam Knut Kircher zu seinem Hauptvortrag

Gleich zu Beginn bekannte Kircher, dass er als Schiedsrichter viele Erinnerungen an München habe, die nun durch den Besuch der Schiedsrichterabteilung abgerundet werden. Zunächst gab er den Kameraden viele Einblicke in die Entscheidungsfindung als Bundesligaschiedsrichter und wie man diese am besten treffen und dann nach außen vertreten könne. Gewürzt mit einer gehörigen Portion Humor und liebenswerter  schwäbischer Mundart riss Kircher das Publikum mit.

Getreu dem Motto ‚Nach der Saison ist vor der neuen Saison‘ brachte er den Schiedsrichtern nach der Kaffeepause Sinn und Umsetzung der vielen ab dem 1. Juli gültigen Regeländerungen nahe. Knapp 100 neue Regeln und Anweisungen stellen die schwarze Zunft in der neuen Saison vor viele Herausforderungen.

Die gut besuchte Veranstaltung reicherte Kircher mit etlichen Anekdoten aus seiner aktiven Zeit an, die leider aus Altersgründen zum Ende der letzten Saison endete. Der Fundus war dabei nahezu unerschöpflich: Knapp 250 Spiele im deutschen Oberhaus, dazu viele Länder- und Europapokalspiele. 

Einige Kameraden konnten es am Ende kaum abwarten, noch ein Foto mit ihrem Vorbild zu machen. Auch beim anschließenden gemeinsamen Grillabend stand Kircher Interessierten noch Rede und Antwort. Stets kommunikativ und mit einem Lächeln. So, wie ihn  Zuschauer und Spieler viele Jahre über auf dem Feld kennen- und schätzen gelernt hatten.