IvankaSeit die Regionalliga Bayern in der Saison 2012/13 ins Leben gerufen wurde, gibt es auch die Funktion des Spiel- und Medienbeauftragten. 30 ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützen die Vereinsfunktionäre bei Sicherheits- und Medienangelegenheiten im Stadion. Sie informieren zudem die Fußballfans per BFV-Liveticker über das Spielgeschehen. Die Unterstützung besteht darin, das Spiel in Hinblick auf Zwischenfälle jeglicher Art im Sicherheitsbereich vor, während und nach dem Spiel wahrzunehmen und bei Vorkommnissen Beweise zu sichern. Für den Fan werden sie vor allem über den Liveticker des BFV sichtbar. 

So auch Georgios Kechagias, der für den FC Bayern München darüber hinaus auch eigene Spiele leitet. Er hat aufgrund seiner langjährigen Spielleitung ein Gespür dafür, wenn sich Szenen hochschaukeln und zu eskalieren drohen. Was die wenigsten Zuschauer im Stadion wissen: Die Vorbereitungen beginnen bereits 90 Minuten vor Spielbeginn und enden etwa 45 Minuten nach Spielende. Zum größeren Team für den reibungslosen Ablauf der Spiele gehören neben dem Spiel- und Medienbeauftragten die Vertreter der Polizei, die Sicherheitsbeauftragten beider Vereine, der Stadionsprecher und selbstverständlich das Schiedsrichtergespann. Ob Augsburg, Buchbach, Burghausen oder Memmingen, Rosenheim sowie München - Georgios fährt in die Stadien und informiert die Fans per Liveticker über das Spielgeschehen, damit sie sich dem Spiel ganz nah fühlen können.

Für BFV TV ist auch Ivanka Vukusic aus unserer Abteilung im Einsatz. Sie wird entweder von den Vereinen oder vom BFV beauftragt. Für die Vereinstrainer filmt sie die Spiele in voller Länger, damit diese das Spiel im Anschluss analysieren können. Die Nachfrage ist hoch, auch im Amateurbereich geht nichts ohne Videoanalyse. Für den BFV sind Torszenen sowie Interviews mit beiden Trainern sowie dem Matchwinner interessant. Ivanka ist seit Jahren auf den Sportplätzen als Schiedsrichterin unterwegs und weiß genau, woraus sich Torchancen ergeben oder wann es einen kniffeligen Zweikampf gibt, auf den es die Kamera zu halten gilt. 

Georgios wie Ivanka setzen ihr Gespür dafür ein, dem Zuschauer den Sport so nah wie möglich zu bringen. Hier und da sorgen sie beiläufig mit ihrer besonnenen Art für einen reibungslosen Ablauf und rücken für den Fan das in den Vordergrund, wofür sein Herz schlägt: Torszenen, Leidenschaft und Nähe zum Spiel.

Ein ganz anderes Feld hat Martin Mielch für sich entdeckt. Der langjährige Kamerad ist als Chaparon in der Bundesliga unterwegs. Mit dem Namen können die wenigsten auf Anhieb etwas anfangen. Dabei unterstützt er bei Dopingkontrollen an Spieltagen, indem er die Spieler vom Feld in den Dopingraum begleitet. Nicht jedes Mal findet eine Kontrolle statt - allein, dass sie könnte, wirkt. Pro Spiel gibt es zwei Chaparons - einen für jede Mannschaft. Sie stehen am Spielertunnel und fangen bei ihren Einsätzen zwei vorher ausgewählte Spieler ab. Die Spieler dürfen Interviews geben - nur nichts einnehmen, was die Probe verfälschen könnte. In der Bundesliga ist das Prozedere hinlänglich bekannt - den Spielern muss man nichts erklären. Anders verhält es sich da zum Teil bei 18. Jährigen, die in der Regionalliga spielen und nicht Bescheid wissen. Dass sie nicht verhaftet sind oder Blut abzugeben haben, dieses Missverständnis kann Martin schnell aus dem Weg räumen.